The EU and Eastern Europe – Which goals, which consequences?

Time: 19.-21. Juni 2013
Venue: Hotel zur Alten Oder, Fischerstraße 32, 15230 Frankfurt/Oder
Language: German

Organization: RLS Brussels / RLS Brandenburg
Kontakt: Anna Striethorst, email

Which political project is pursued by the European Union and influential member states in Central and Eastern European EU countries? What are the consequences of the European indecisiveness in regards to the neighborhood relations with Ukraine? And how does the "strategic partnership" between the EU and Russia develop? These questions will be addressed in the seminar "The EU and Eastern Europe" on 19-21 June in Frankfurt / Oder. The seminar presents positions in academia and politics on various aspects of the EU's Eastern policy. It will focus on perceptions of East and West, on concepts such as transformation, empire and periphery and on the search for political alternatives.

Die EU und Osteuropa: Welche Ziele, welche Folgen?


Als die Europäische Union vor fast einem Jahrzehnt acht mittel- und osteuropäische Staaten in ihre Gemeinschaft aufnahm, hatte dies gewichtige neoliberale Umstrukturierungen in diesen Staaten zur Folge. Auch andere Staaten in Ost- und Südosteuropa, die seit der Ausdehnung der EU-Grenzen noch stärker in das Blickfeld der europäischen Eliten rückten, werden unter dem Label Good Governance zu weitreichenden Reformen ihrer Wirtschaft und Verwaltung gedrängt. Mit Ausnahme von Kroatien erhalten sie allerdings bisher keine reale Beitrittsperspektive und damit nicht einmal die Aussicht auf ein Mindestmaß an Mitsprache in den europäischen Institutionen.

Welches politische Projekt verfolgen die Europäischen Union und einflussreiche Mitgliedstaaten in den mittelosteuropäischen EU-Mitgliedstaaten? Wie lässt sich der Beitritt Kroatiens aus der Perspektive linker EU-Kritik bewerten? Und unter welchen Vorzeichen steht die „Strategische Partnerschaft“ zwischen der EU und Russland? Diesen Fragen widmet sich das Seminar „Die EU und Osteuropa“ vom 19.-21. Juni in Frankfurt/Oder. Das Seminar präsentiert Positionen aus Wissenschaft und Politik zu verschiedenen Aspekten der Osteuropa-Politik der EU. Dabei soll es um Perzeptionen von Ost und West gehen, um Begriffe wie Transformation, Imperium und Peripherie und um die Suche nach politischen Alternativen.

Das Seminar findet im Rahmen des europolitischen Bildungsprogramms europa-links.eu der Rosa Luxemburg Stiftung statt. Es richtet sich an MultiplikatorInnen, dabei insbesondere an ehrenamtlich Engagierte und Studierende mit einem kritischen Interesse an (Ost)europapolitik. Die Rosa Luxemburg Stiftung übernimmt die Kosten für Unterbringung und Verpflegung sowie für die Anreise aus Brandenburg und den benachbarten Bundesländern.

Programm

Mittwoch, 19. Juni
Bis 15:00 Anreise
16:00 Begrüßung und Vorstellungsrunde
Anna Striethorst/Detlef Nakath
16:30 – 18:00 Die EU und Mittel- und Osteuropa: Eine Erfolgsgeschichte?
Joanna Gwiazdecka, Rosa Luxemburg Stiftung Warschau
Dr. Stefanie Hürtgen, Universität Frankfurt
19:00 Abendessen

Donnerstag, 20. Juni
10:00 – 11:30 Integrationsdebatten in der Peripherie der EU
Litauen, Algirdas Davidavičius, Demos Institute Vilnius
Slowenien, Sašo Slaček, Workers und Punks University Ljubljana
11:30 – 11:45 Pause
11:45 – 13:00 Integration ohne Beitritt – Die EU und die Ukraine
Alexander Swetlow, Universität Düsseldorf
13:00 – 14:30 Mittagessen
14:30 – 16:00 Die „Strategische Partnerschaft“ aus russischer Perspektive
Dr. Vladislav Belov, Zentrum für deutsche Studien des Europa-Instituts der Akademie der Wissenschaften Russlands, Moskau
16:00 – 16:15 Pause
16:15 – 17:45 Historische Strömungen und aktuelle Entwicklungen in den EU-Russland-Beziehungen
Tiina Fahrni, Rosa Luxemburg Stiftung Moskau
19:00 Abendessen

Freitag, 21. Juni
10:00 – 11:30 Linke Positionen zur EU und Osteuropa
Helmut Scholz, Mitglied des Europaparlaments
Volkmar Schöneburg, Minister der Justiz, Brandenburg
11:30 – 11:45 Pause
11:45 – 13:00 Linke Projekte in Osteuropa
Algirdas Davidavičius, Demos Institute Vilnius
Sašo Slaček, Workers und Punks University Ljubljana
13:00 Mittagessen
14:00 – 15:00 Feedback und Ideen für die eigene politische Arbeit
Ab 15:00 Abreise

Weitere Informationen und Anmeldung:

Rosa Luxemburg Stiftung Brandenburg
Dr. Detlef Nakath
d.nakath@bbg-rls.de
+49 331-8170432

Rosa Luxemburg Stiftung Brüssel
Anna Striethorst
striethorst@rosalux-europa.info
+32 273 8 76 65

Bitte geben sie bei der Anmeldung ihren beruflichen, ehrenamtlichen oder privaten Bezug zum Thema an.