Sumar und Yolanda Díaz

Konturen eines neuen demokratischen Laborismus im spanischen Staat

06.10.2022
María Corrales

Am 8. Juli dieses Jahres brachte Yolanda Díaz, Zweite Vizepräsidentin der Regierung von Spanien und Arbeitsministerin, ihr politisches Projekt „Sumar“ (dt. summieren oder zusammenfassen) mit einer zentralen Botschaft auf den Weg: Sumar ist weder als Partei noch als Summe mehrerer Parteikürzel gedacht, sondern konstituiert sich als „Bürgerbewegung“, der es darum geht, „die Demokratie auszuweiten“ und „ein Land für das kommende Jahrzehnt aufzubauen“.

Als Methodik wurde eine für diese Plattformen typische gewählt: eine Reise der galizischen Politikerin durch den gesamten spanischen Staat, um mit der Bevölkerung einen „Prozess des Zuhörens“ einzuleiten. Gleichzeitig sind verschiedene bereichsbezogene Arbeitsgruppen unter unabhängiger Leitung damit beauftragt, das Programm und den ideologischen Rahmen abzustecken. Die Umrisse dieses politischen Projekts lassen sich mit Blick auf das politische Handeln von Díaz bislang nur erahnen.

Allerdings verraten uns die wesentlichen Botschaften von Díaz und ihr Werdegang weit mehr über die Analyse und die politischen und strukturellen Ziele der derzeitigen Vizepräsidentin der spanischen Regierung, als es auf den ersten Blick scheint. Grund genug, sie diesem Artikel zugrunde zu legen.

Über die Autorin

Journalistin und Politologin, Analystin für verschiedene Medien und Kolumnistin für Público und Sentir Crític. Derzeit Beraterin im Parlament von Katalonien als Diskursbeauftragte von En Comú Podem.
 

Volltext zum Download:

Downloads